19. November 2014

#jmt14 - ich hab es wieder getan! {Story of the Week}

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Für mich gibt es nur einen Grund jedes Jahr aufs neue in eine andere deutsche Stadt zu fahren, dort in einer Turnhalle mit Schlafsack und Isomatte zu schlafen und an Kaffeeunterversogung zu leiden: die Jugendmedientage der Jugendpresse Deutschland.


Es ist einfach jedes Jahr ein ganz besonderes Erlebnis. Man lernt viele andere tolle junge Medienmacher, die im gleichen Alter sind, lernt neue Perspektiven und bekannte Gesichter des Journalismus kennen und kann Redaktionen, Radiostationen, Fernsehstudios und vieles mehr sehen. Man erlebt einfach irsinnig viel.
Mein Anreisetag war wirklich hart. Um 9 Uhr ging mein Flug nach Frankfurt und ich war viel zu früh am Flughafen, weswegen ich mir erhoffte die Zeit im Duty Free tot zu schlagen. Tja.. lief dann doch nicht so, wie ich wollte. Denn am Flughafen Wien gibt es einen neuen Terminal, wo nur Austrian Airlines/Lufthansa fliegt und der Duty Free Bereich ist in 5 Minuten durchgangen. Schade wie ich finde. 1,5 Stunden später fand ich mich auf dem rieeeßigen Frankfurt International Airport wieder und war ersteinmal verloren. So typisch "kleines Mädchen in der Großstadt"-Verloren obwohl Wien ja eigentlich um einiges größer ist als Frankfurt aber gut. Trotzdem hat Frankfurt mehr Ubahnen und S-Bahnen als meine Heimat - sehr verwirrend. Vor der Auftaktveranstaltung traf ich alle meine Bekannten vom letzten Jahr wieder und hab mich irsinnig gefreut sie alle wiederzusehen. Mit den Freunden von den JMT ist es ganz komisch - man sieht sich ein Jahr nicht und wenn man sich wiedersieht ist es als hätte man sich erst gestern voneinander verabschiedet hätte. Mit unserem ganz persönlichem "Cityguide" - einer aus unserer Truppe um ehrlich zu sein - führte uns bis zum Abendessen durch Frankfurt und wir bewunderten Mainhattan von oben.


Der Spaß des Medienmachens und das Entdecken neuer Perspektiven begann beim Auftakt, wo über das Thema "Journalismus? Mach ich selbst!" diskutiert wurde. In der Runde war eine Bloggerin, die zu meinem Beileid, von den anderen Journalisten komplett fertig gemacht wurde. Meine Meinung darüber konntet ihr in meinem letzten Post ja schon lesen und wie entzürnt ich folglich war könnt ihr euch vorstellen. Gott sei Dank sind wir früh genug gegangen als dass ich den Moderator noch zu Gesicht bekam um ihm meine Meinung zu sagen.
Die Folgetage starteten ähnlich früh immer um 7 Uhr. Ich besuchte einen Workshop zur perfekten Überschrift, der super interessant war, weil die Unterschiede zwischen Print und Online stark unterstrichen wurden, sah die Redaktion der Frankfurter Neue Presse und lernte einiges über Lokaljournalismus. Und am Workshoptag ging es um Digital Reporting und wir lernten wie man selbst mit einem iPhone perfekte Reportagen drehen kann und dass es auch ohne höchst professionelles Equipment geht. Obwohl ich bezüglich all dem am ersten Tag der Verzweiflung nahe war - meine Workshopauswahl wurde nicht gespeichert und ich musste vor Ort aus den noch freien wählen - war es durch die tollen Leute um mich rum eine wirklich schöne Zeit und es waren die besten JMT, die ich je hatte.


In den 4 Tagen ist einiges passiert. Ich wurde vom ZDF Heute Journal als Sinbild einer jungen Reisenden verwendet, die der Streik der GDL betraf - wohlgemerkt hatte ich nur nach dem Weg gefragt um die Teamer der JMT am Hauptbahnhof zu finden und außerdem bin ich geflogen -, landete bei meiner Medientour nicht nur im falschen Gebäude sondern auch bei der falschen Zeitung, leidete an akuter Kaffeeunterversorgung, war mit drei anderen Österreichern die "Kuriosität" unter all den deutschen Teilnehmern und musste mal wieder das wenig spannende Essen ertragen mit zwei Ausnahmen im Gesellschaftshaus des Palmengartens, wo ich bei der Abschlussveranstaltung bei einer Diskussion über Wahrheit im Journalismus eines der besten Frühstücke meines Lebens genießen durfte - ich sag nur eines: warme Waffeln mit Puderzucker.
Und wenn man denken könnte eine einzige solche Veranstaltung im Jahr nicht schon "verrückt" genug wäre hab ich nach meinem ersten Tag wieder zu Hause schon die nächste gebucht. Im Mai gehts mit Katii, Mirela und einer weiteren Studienkollegin nach Berlin auf die re:publica!


Und eigentlich hätte dieser Post schon am Sonntag online gehen sollen.. aber es ist mir das tragischste eines jeden Bloggers widerfahren: Blogger hat beim aktualisieren der Seite meinen ganzen seitenlangen Post gelöscht. Also musste das ganze neu geschrieben werden und ich hab das Gefühl der Text ist jetzt noch viel besser geworden.



Wart ihr schon mal in Frankfurt?
Und was haltet ihr prinzipiell von meinen Stories of the Week?

2. November 2014

A bloggers life {Story of the week}

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"Wie viele Leser hast du? Kooperierst du mit Firmen? Bist du bekannt?" wurde ich gefragt. "Ich hab zwar nur 250 Leser - stetig seit einigen Jahren - und ich kooperiere nicht mit Firmen, aber ich brauch das auch nicht umbedingt. Ich blogge ja für mich. Aber wenn sich mal was ergibt wärs schon cool", entgegnete ich auf die Fragen.

Nicht nur in der Blogosphäre selbst sondern auch unter ihren Lesern ergibt sich ein Erfolgsdruck und der Druck professionell zu sein. Nur wenn du professionell bist, dein Blog ebenso aussieht, eine eigene Domain hast, am besten noch selbst hostest und bei Wordpress bist, du Kooperationen hast (am besten gleich en masse) und Geld damit verdienst. Dann bringt dir das bloggen etwas. So sehen es jedenfalls viele. Und das ist ungerecht. 
Aber nun ist es doch so, dass man mit dem Bloggen anfängt, weil man Spaß daran hat seine DIY-Ideen oder seine Modeaffinität mit anderen zu teilen. Andere damit zu inspirieren und in Kontakt mit Gleichgesinnten zu kommen und zu sein. Und wer freut sich dann nicht über die Bestätigung, die einem Klicks, Kommentare und Follower bescheren. So geht es mir auch aber dennoch geht dieser Drang nach Professionalität nicht an mir vorbei und so habe ich mit meiner eigenen Domain (maxierenee.at) den ersten Meilenstein für mich gesetzt und als nächstes kommt ein neues Design. Aber ich mache das im Gegensatz zu vielen nicht, weil ich jetzt umbedingt dadurch Kooperationen bekommen möchte sondern weil mein Blog mit mir wachsen soll. Ich bin keine 16 mehr und möchte, dass mein Blog genauso erwachsen wird wie ich. Denn mein Blog ist mein Aushängeschild im Internet und zukünftige Arbeitgeber werden ihn auch sehen.

Als Blogger bist du alles in einem: Journalist, Layouter, Chefredakteur, Fotograf, Social Media Manager und Lektor. Du machst alles alleine und musst auch alles selber können. Oder du hast das Geld jemanden anzustellen, der dir deine Fotos macht, sie bearbeitet und dein Blogdesign entwirft. Aber wer hat das schon? 
Doch viele wissen nicht oder können es nicht verstehen, dass alle Jobs aber auch Hobbies im Internet immense Arbeit bedeuten und nicht reines Amusement sind. Bloggen ist mehr als ein bisschen schreiben und ein paar hübsche Fotos machen. Das Ganze funktioniert nur mit Leidenschaft, denn es gehört eben mehr dazu als eine halbe Stunde am Laptop sitzen und einen Text zu tippen. Blogger sein heißt Artikel planen, Zeit finden um Fotos zu machen, dann wirklich schreiben, Fotos bearbeiten, gegebenenfalls auch auf Events gehen, im Internet aktiv sein um Trends und Neuheiten zu erfahren, mit Firmen im Kontakt sein, auf Emails antworten, am Design herumwerkeln, wenn mal was nicht funktioniert, und dann auch noch sein Leben außerhalb des Internets leben und arbeiten oder in die Uni bzw. Schule gehen. 

Aber ich will mich ja eigentlich nicht beschweren, denn das Bloggen hat mir viel beigebracht. Ich hab meinen Schreibstil entwickelt und meine Kenntnisse bezüglich Fotografie erweitert. Ich habe gelernt mit HTML umzugehen um meine Designs selbst umzugestalten und kann mit GIMP und Photoshop umgehen, damit nicht jemand anderer meine Fotos bearbeiten muss - und wer sich jetzt fragt ob es Blogger gibt, die das nicht können: ja die gibt es. Und fotografieren können sie auch nicht ;)
Ich liebe das Bloggen und es gehört einfach zu mir. Aber ich hoffe, dass viele andere irgendwann erkennen, dass das kein Kinderspiel ist und es Spaß machen muss damit man es schafft zu lieben, was man auf seinem Blog macht und sich nicht zu verkaufen in der Blogosphäre. Und dass Firmen sowie die Gesellschaft prinzipiell erkennt, dass Bloggen sehr sehr viel Arbeit ist.

28. Oktober 2014

Casual autumn day {outfit}

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what i wore: cardigan: Zara Spain  //  blouse + necklace + rings: H&M  //  jeans: Tom Tailor  // boots: Fraîche  // watch: Fossil

Als diese Fotos geschossen wurde gab es sie noch - die warmen Herbsttage. Es wehte zwar schon ein kühler Wind, aber so kalt wie es jetzt ist mit Höchsttemperatur von 10-12 Grad war es nicht. Eigentlich bin ich ja ein totaler Herbstfan - bin ja auch im September geboren ;) - aber diese Temperaturen sind mir einfach zu kalt. Das fühlt sich einfach schon zu sehr nach Winter an. Ich liebe es mit Lederjacke, Rock, Boots und einem kuschligen Schal durch die Gegend zu laufen, aber daran ist jetzt nicht mehr zu denken. Jeans, dicke Socken, Boots, Parka und dicker Schal sind jetzt angesagt und demnächst wahrscheinlich sogar noch Mütze.

Und eigentlich mag ich den Winter ja auch. Ich mag Schnee und liebe es snowboarden gehen zu können. Ich liebe es, dass es dann wieder Toffee Nut Latte bei Starbucks gibt. Den könnte ich ja das ganze Jahr lang trinken. Aber dass es dann so extrem kalt wird und ich egal wieviel ich anziehe friere.. nein das gefällt mir nicht. Und das ist jetzt schon so. Herbst komm doch wieder wenn du kannst! Einen Sommer hatten wir auch nicht!


Was seit ihr: eher Herbst- oder Wintermensch? Gehen euch die plötzlichen kalten Temperaturen auch auf die Nerven?