#NoMonologue - Wir sind Digital Natives: das Leben spielt nicht nur online

25.4.15


Erst mal hinsetzen und das Handy raus, wenn man sich zum Essen trifft. Die Teller kommen und bevor man zu essen beginnt muss von Getränken bis zum Besteck erst alles richtig drapiert werden. Es muss ja ein Bild für Instagram gemacht werden. 
Endlich im Fitnesscenter angekommen. Aber bevor angefangen werden kann zu trainieren erst mal das Handy raus um auf Facebook den Standort teilen und ein Foto für Instagram machen.

Wir dokumentieren unser Offline-Leben im Internet auf Instagram, Facebook, Twitter und Co. Wenn wir es noch weiter treiben wollen verwenden wir Snapchat um alle in Bewegtbild an unserem Leben teilhaben zu lassen. Für uns ist das etwas ganz normales dauernd im Internet abzuhängen und unser Leben dort zu präsentieren. Denn wir sind Digital Natives und Teil der Generation Y.

Es ist normal dauernd seine E-Mails zu checken und auf sämtlchen Social Media Plattformen angemeldet zu sein. Jeder hat ein Smartphone und egal wo wir sind hängen wir daran - fast als wäre es ein Teil von uns. Ohne gehen wir gar nicht mehr aus dem Haus. Wir sind fixiert darauf auch in der Onlinewelt zu leben. Egal wo man hingeht sieht man nur noch auf ihrem Handy herumtippende Leute. Betrachtet man diesen Aspekt genauer ist es noch erschreckender, wenn man mal von seinem eigenen iPhone aufsieht und rund um einen kleine Kinder mit den neuesten Smartphones sieht. Das macht mir fast schon Angst, dass die Technik unser Leben schon so sehr übernommen hat.

Wir unterscheiden in unserem Leben rund um Blogs und Social Media kaum noch zwischen der virtuellen und realen Welt. Die Generation Y interagiert anders als die Generationen vor ihr. Wir lernen, schreiben, arbeiten und kommunizieren im Netz - manchmal verlieben wir uns sogar in der Onlinewelt. Wir unterhalten uns mit Menschen denen wir noch nie begegnet sind und es kommt uns vollkommen normal vor. Das Internet hat uns und unsere Gesellschaft stark verändert - wenn wir uns ehrlich sind zum guten aber auch zum schlechten. Denn wenn wir so weiter machen findet unser Leben vielleicht bald nur noch online statt. Online- und Offline-Welt sind schon stark miteinander verschmolzen. Die Frage ist aber: was passiert wenn die virtuelle Welt die reale eventuell übernimmt? Wenn die Technik an Überhand gewinnt?

Man sollte sein Handy und Laptop auch einfach mal weglegen. Etwas lesen und nach draußen gehen anstatt im Internet abzuhängen. Klar kann man sich auch über Facebook mit seinen Freunden unterhalten, aber es ist doch viel schöner gemeinsam die Zeit zu genießen und seine sozialen Kontakte zu pflegen. Einfach Zeit miteinander verbringen. Es gibt noch ein Leben außerhalb von Social Media und dem Internet. Da draußen ist so viel mehr an was es sich zu erfreuen lohnt.
 

 
Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade “No Monologue”. Hierbei schreiben wir monatlich über ein Thema, das genügend Fläche für Diskussion und verschiedenste Standpunkte bietet. Seit Mittwoch findet ihr auf den folgenden Blogs diesmal Beiträge zum Thema "Digital Natives". Diesen Monat stellen wir uns der Frage, inwieweit wir im Netz leben und wie uns dies prägt im alltäglichen Leben.

Mittwoch: Vita
Donnerstag: Märzmädchen
Samstag: Ich
Sonntag: Lexas Leben
Montag: Innocent Glow
Donnerstag: Changiereffekt


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13 Meinungen

  1. Schön geschrieben. Hab das letztens wieder in Wien beim Hochstrahlbrunnen beobachtet. Erschreckend wie viele Personen in ihr Handy vertieft waren obwohl ich das natürlich nachvollziehen kann. Denke auch nicht dass es besser wird, denn für die heutige Jugend ist das eben ganz normal dass man sein essen knipst und 50 Selfies macht. Viell. dreht sichs eines Tages wieder um und das "offline sein" wird wieder trendy & wer ständig im Netz hängt ist uncool :)

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  2. Erstmal freue ich mich, dass du meinen Blognamen richtig geschrieben hast :D Irgendwie denken alle immer mein Blog würde vitaaas heißen :D
    Und nun zum Thema: Mir ist aufgefallen, wenn ich mit anderen unterwegs bin, ist für mich das Handy total aus dem Sinn. Da komme ich auch nicht auf die Idee mein Essen zu fotografieren, außer es ist unglaublich besonders oder so :D
    Meist bin ich viel mehr an mein Handy gebunden, wenn ich alleine bin oder eben alleine unterwegs..

    Liebe Grüße,
    Vita

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    1. Ups, habe deinen Blognamen in meinem Post mal nachträglich geändert :D Wahrscheinlich kam ich wegen deiner Blog-URL auf vitaaas :)

      Ich bin auch viel mehr am Handy, wenn ich alleine bin. Bin ich mit anderen unterwegs, unterhalte ich mich mit denen :)

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  3. Darüber mach ich mir auch oft Gedanken, vor allem wenn ich all die Leute sehe die eine engere Beziehung zu ihrem Handy führen als zu ihren Mitmenschen... oft denke ich mir "dein dummes Handy ist später auch noch da..." aber wie sicher kann man sich das bei Menschen sein?

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  4. Mir ging das Thema auch schon oft durch den Kopf. Vor allem auch das erwartet wird das man ständig erreichbar ist und sich dann rechtfertigen müssen warum man's nicht war, obwohl es quatsch ist. Ich finde es persönlich total unhöflich am Tisch oder bei Treffen ständig das Handy in der Hand zu haben, außer man wartet auf einen wirklich wichtigen Anruf oder so. Ich nutze mein Handy zwar auch viel, aber schätze auch offline Zeiten.

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  5. Schön geschrieben und es entspricht tatsächlich der Wahrheit! Wie oft sitzt man unter Freunden und holt dann doch sein Handy raus und am Ende unerhält sich keiner mehr

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  6. Das ist wirklich schwierig heutzutage, da die meisten eben auch erwarten, dass man rund um die Uhr erreichbar ist. Ich persönlich versuche es meistens bei Treffen komplett auszublenden bzw es einfach in der tasche zu lassen. wenn es z.b. auf dem Tisch liegt, schaut man ja automatisch viel öfter darauf.. auf der anderen Seite ist man tatsächlich unruhig, wenn man nicht ab und an die Lage checken kann -.- :D

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  7. Am schlimmsten: mehrere Personen verabreden sich, treffen sich, sitzen an einem Tisch. Und alle (!) haben ein Smartphone in der Hand über das sie sich beugen.
    Grausam ist das. Sollte verboten werden, wie rauchen im Restaurant.

    Liebe Grüße, Eva

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  8. Das hast du wirklich toll geschrieben. Am schlimmsten finde ich wenn schon Kinder Smartphone besitzen, ich bin der Meinung das es für Kinder nichts ist.
    Aber es ist wirklich so wenn man unterwegs ist, alle sind an ihrem Handy.

    LG Jasmin

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  9. Sehr schön geschrieben! Ist aber auch ein schwieriges Thema, da die positiven und negativen Aspekte sich wirklich in der Waage halten. Fakt ist, dass gerade wir Blogger ohne das Internet niemals so viele Möglichkeiten des Ausdrucks und der Zusammenarbeiten bekommen hätten. Ich genieße dieses Onlinedasein, war allerdings jetzt auch eine Woche ohne Internet im Urlaub und das hat ebenfalls prächtig funktioniert und Spaß gemacht. Ich denke das Mittelmaß ist wichtig. Wie immer :)

    Liebe Grüße,
    Kiamisu

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  10. Ich war vor ein paar Monaten Au Pair in Canberra, Australien und das erste Worte des kleinsten Mädchens dort war "Ipad". Das hat mich ziemlich vom Hocker gerissen - aber im negativen Sinne. Ich meine, wie bitte konnte das passieren?? Auch ihre älteren Geschwister und Eltern hingen die meiste Zeit vorm Laptop, Smartphone, Ipad oder TV ab. Ich habe mich wirklich schlecht gefühlt für diese Kinder, denn was bitte ist das für eine Kindheit? :/

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  11. Huhu, bin durch den Kommentiertag auf deinen Blog aufmerksam geworden und finde diesen Post richtig klasse! Ich habe auch das Gefühl, dass viele die Online- und Offlinewelt nicht mehr trennen können und das ist unheimlich schade! Auch ich muss mich oftmals dazu zwingen, das Handy einfach mal wegzulegen und nicht draufzuschauen. Aber manches Mal fühle ich mich gut, wenn ich mal einen Tag lang das Handy zur Seite gelegt habe und einfach nur lebe! Manchmal muss man sich einfach dazu zwingen! Aber ich habe auch Angst, dass die Kinder das nicht mehr realisieren. Die merken gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn sie lange am PC sind oder am Handy sind. Ich hoffe, dass die Eltern da ein wenig ein Auge drauf haben und das kontrollieren, ansonsten driftet die Generation ganz sicher in eine "Offline Welt" ab und trifft sich gar nicht mehr, oder wenn, dann nur mit Handy und niemand redet - ist doch eine schreckliche Vorstellung, oder!?

    Oh man, sorry, dass ich mich so lange ausgelassen hab, aber ich find das Thema wirklich spannend. Ich denke gerade darüber nach, ob ich dazu auch mal nen Post schreibe und dann werd ich zu dir als Inspirationsquelle verlinken, wär das für dich in Ordnung?

    Hab noch einen schönen Feiertag und ein tolles Wochenende!
    Liebe Grüße
    Anna

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  12. Huhu, bin durch den Kommentiertag auf deinen Blog aufmerksam geworden und finde diesen Post richtig klasse! Ich habe auch das Gefühl, dass viele die Online- und Offlinewelt nicht mehr trennen können und das ist unheimlich schade! Auch ich muss mich oftmals dazu zwingen, das Handy einfach mal wegzulegen und nicht draufzuschauen. Aber manches Mal fühle ich mich gut, wenn ich mal einen Tag lang das Handy zur Seite gelegt habe und einfach nur lebe! Manchmal muss man sich einfach dazu zwingen! Aber ich habe auch Angst, dass die Kinder das nicht mehr realisieren. Die merken gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn sie lange am PC sind oder am Handy sind. Ich hoffe, dass die Eltern da ein wenig ein Auge drauf haben und das kontrollieren, ansonsten driftet die Generation ganz sicher in eine "Offline Welt" ab und trifft sich gar nicht mehr, oder wenn, dann nur mit Handy und niemand redet - ist doch eine schreckliche Vorstellung, oder!?

    Oh man, sorry, dass ich mich so lange ausgelassen hab, aber ich find das Thema wirklich spannend. Ich denke gerade darüber nach, ob ich dazu auch mal nen Post schreibe und dann werd ich zu dir als Inspirationsquelle verlinken, wär das für dich in Ordnung?

    Hab noch einen schönen Feiertag und ein tolles Wochenende!
    Liebe Grüße
    Anna

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